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HTL Wr. Neustadt gewinnt die 10. Robotik-EM in Bratislava

Bei der 10. Robotik-Europameisterschaft, die von 25.-29. April in Bratislava am Zentrum für wissenschaftliche und technische Information ausgetragen wurde, konnten die Teams der HTL Wiener Neustadt an die Erfolge ihrer Vorgänger anschließen und nach 3 Jahren Pause EM-Titel für bodenbezogene Roboter und Drohnen gewinnen!

Pandemiebedingt wurden in den letzten beiden Jahren alle nationalen und internati

onalen Roboterwettbewerbe abgesagt. Dennoch konnten acht(!) neue Teams zur EM nach Bratislava entsandt werden.

Die Aufgabe im Bewerb Botball bestand darin, autonome Roboter so zu programmieren, dass sie Menschen helfen neue Impfstoffe selbstständig herzustellen und weltweit den Versandt kontaminationsfrei sicherstellen zu können.

Team qbit mit den Schülern Marcel Dinhof, Lukas Leskovar, Manuel Kempf, Antonia Oberhauser, Niklas Wieser und Florian Zachs, errang dabei in den Bewerben Seeding den ersten und in Double Elimination den zweiten Rang und wurde mit dem Sonderpreis im Bereich Best Paper ausgezeichnet. Damit belegten die Schüler in der Gesamtwertung den 1. Platz denkbar knapp vor dem Team Adamant und Ambition, ebenfalls beide von der HTL Wiener Neustadt.

Auch Team Aquila mit den Schülern Chris Bleier, Berfin Karayel, Larissa Kornthaler, Timo Schön und Georg Zadrazil gelang es zum ersten Mal im Drohnenbewerb den Europameistertitel zu holen, dicht gefolgt von den Teams FlightException und SystemUnderload. In der diesjährigen Aufgabe mussten die Teams eine Such- und Rettungsaktion durchführen und durch eine Gebirgslandschaft navigieren. Diejenigen Teams, die die Opfer nicht nur finden, sondern auch sicher wieder zur Basisstation bringen konnten, erhielten die meisten Punkte.

Um den Nachwuchs muss sich die Abteilung für Informatik keine Sorgen machen, da im Juniorenbewerb Pria Open ebenfalls der 1. Platz von Team Anubis mit den Schülern Fabian Böhler, Christoph Fellner, Verena Griesmayer, Simon Groiss und Sebastian Kawicher vor Team Semikolon belegt werden konnte.

„Dank unseren hervorragenden Schülern erreichen wir immer wieder Spitzenplätze“, sagt Mentor Michael Stifter, der an der HTL Wiener Neustadt den Freigegenstand Robotik an der Informatikabteilung der HTL Wiener Neustadt unterrichtet. „Was mich persönlich sehr freut ist, dass trotz der schwierigen Bedingungen in den letzten beiden Jahren so viele Teams an der EM teilgenommen und ausgezeichnete Leistungen erbracht haben“, so Stifter weiter. Das Ziel für dieses Jahr ist wieder die erfolgreiche Teilnahme an der RoboterWM im Juli in den USA!

 

 

Bildmaterial: ©Michael Stifter

 

compAIR die 2. Runde

Die compAIR – der Mixed Reality Roboterwettkampf an der HTL Wiener Neustadt geht in die zweite Runde

Die Robotikgruppe robo4you der HTL Wiener Neustadt hat einen neuen, innovativen Roboterwettbewerb für Schülerinnen und Schüler entwickelt und im April 2021 zum ersten Mal fulminant ausgetragen. Dieser Roboterwettkampf ermöglicht Jugendlichen ihre technischen Fähigkeiten auch in Zeiten der Pandemie unter Einhaltung der Hygienevorschriften weiterzuentwickeln. Die zweite compAIR fand vom 18. bis 19. Februar im AIRlab der HTL Wiener Neustadt statt. Das Team „Alias“ mit den Schülern Elias Supper, Lorenz Musil, Benjamin Pestitschek, Leo Pichelbauer und den Mentoren Dominik Borbely, David Jovic und Julian Steigenberger setzte sich gegen weitere acht Teams durch und gewann eindrucksvoll den 1. Gesamtrang.

Zum Thema „Autonomous logistics“ zeigten die SchülerInnen eindrucksvoll, wie die Probleme der Zukunft gelöst werden können. Die zur Verfügung gestellten Roboter sind ähnlich aufgebaut wie Roboter von Amazon, Alibaba oder Fetch Robotics. Ausgestattet mit verschiedensten Sensoren und einem Board-Computer gilt es, die Umgebung zu erkennen, zu verarbeiten und das sicherste Manöver durchzuführen. Die besondere Herausforderung des Wettbewerbes war allerdings die Interaktion der Roboter mit der uns vertrauten Situation einer Fabrik und einer virtuellen, erweiterten Welt, der sogenannten Augmented Reality.

Auf dem ebenfalls hervorragenden 2. Platz landete das Team „wwww“ mit den Schülern Tobias Wagner, Maximilian Wirth, Felix Wlaschits und Alexander Walfisch gefolgt vom Team „TheTIME“ mit den Schülern Alexander Leitner, Yasin Sahin, Sven Oberwalder und Faris Lehner, die sich den 3. Platz sicher konnten.

„Was mich besonders freut ist, dass das Spielformat, das auf Youtube gestreamt wurde und für alle unter https://comp-air.at/ zu sehen ist, wirklich gut beim Publikum angekommen ist. Wir hatten an den zwei Spieltagen weit mehr als 2500 Zuseher hinter den Bildschirmen zu Hause. Ich freue mich sehr, dass die Teams, wie z.B. auch die NMS Ebenfurth die Aufgaben so gut lösen und wir ein Wettkampfformat entwickeln konnten, dass auch in Zeiten der Pandemie möglich war umzusetzen! Das dies so ist zeigt sich insbesondere, da das Siegerteam „Alias“ und Ihre Mentoren alle abgesondert im Distance Learning zu Hause vor den Bildschirmen gesessen und trotzdem gewonnen haben. Allerdings konnten Sie nicht den Preis persönlich in Empfang nehmen. Daher wurden bei der Siegerehrung alle anwesenden Schüler an Ihrer Stelle mit den Preisen fotografiert. Das ist zwar ein Wermutstropfen für das Gewinner-Team, der aber für die 1. Platzierten verschmerzbar ist!“, gibt sich der Organisator Michael Stifter zufrieden.

Die compAIR wurde vom Mechatronik Cluster der ecoplus | Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH und von TIP, dem Technologie- und InnovationsPartner der Wirtschaftskammer Niederösterreich finanziell unterstützt – vielen Dank!

Bildmaterial: ©HTL Wiener Neustadt
v.r.n.l.: Elias Supper, Leo Pichelbauer, Benjamin Pestitschek, Lorenz Musil, Julian Steigenberger, Dominik Borbely und David Jovic

compAIR am 03.12. und 04.12.2021 abgesagt!

Die Robotikgruppe der HTL Wiener Neustadt hat sich entschlossen, die compAIR auf 18. und 19. Februar 2022 zu verschieben. Mit diesem Schritt wollen wir ein Zeichen setzen. Entgegen unseren Möglichkeiten den Bewerb technisch durchzuführen, sehen wir aus Erfahrung, dass ein derartiges Event auch ein Gesamterlebnis darstellt – nicht nur für die SchülerInnen, Volunteers und betreuenden LehrerInnen, sondern auch für die mitfiebernden Familien, Angehörigen und FreundInnen jeglicher Altersgruppe.

Unter den derzeitigen Bedingungen ist ein von uns angestrebtes Gesamterlebnis nur sehr schwer möglich, daher möchten wir uns mit der Gesellschaft solidarisieren und mit großer Zuversicht eine großartige compAIR im Februar 2022 für alle stattfinden lassen!

Sichere Schule – Informationen zum Schulbeginn

Bildungsminister Heinz Faßmann hat Anfang August den 4-Punkte-Plan des BMBWF für eine “Sichere Schule im Herbst” präsentiert. Ziel des 4-Punkte-Plans ist es, durch ein Zusammenspiel von regional und standortbezogen Maßnahmen flexibel auf unterschiedliche Situationen reagieren zu können. Das bedeutet, dass im Schuljahr 2021/22 von einem durchgehenden Präsenzunterricht ausgegangen wird – je nach “Risiko” wird dafür ein kleineres oder größeres Bündel an Maßnahmen zum Einsatz kommen.

Der Erlass steht unter Sichere Schule im Herbst zum Download bereit.

HTL-Schüler gewinnt Bronzemedaille für junge Ingenieure

Mit seinem Projekt „Tauchrohrhydraulikzylinder mit Schweißkonsole“ erzielte David Strasser, Schüler der 3BHMBA an der HTL Wiener Neustadt, beim „Young Austrian Engineers CAD Contest“ in der Kategorie „Young Experts“ den hervorragenden 3. Platz. Das von DI Christian Schwarzinger betreute Projekt wurde in Form eines ein 3D-Modells eingereicht, ergänzt um fotorealistische Bilder. Auch eine Berechnung, in der sichergestellt worden ist, dass das Werkzeug den auftretenden Belastungen standhält und Fertigungszeichnungen für die anschließende Produktion wurden hergestellt.

Design 4.0

Mithilfe des Zeichenprogramms CREO® erstellte der Nachwuchs-Ingenieur ein 3D-Modell, das Betrachter sich durch die so genannte Augmented Reality auf ihr Handy oder Tablet laden und von allen Seiten betrachten kann. Zusätzliche Animationen sorgen dafür, dass auch Personen ohne technische Vorkenntnisse die Funktion und den Aufbau kennenlernen können. Optisch ansprechende Bilder, welche zum Beispiel als Werbebilder eingesetzt werden können, runden die perfekte Präsentation ab.

Hintergründe zum Projekt

Hydraulikzylinder werden seit 1795 dazu eingesetzt, schwere Lasten zu sich zu ziehen oder um sie wegzudrücken. Dabei können sie viel höhere Kräfte entwickeln als wir Menschen. Diese Besonderheit und die Möglichkeit zwei Schulprojekte (Hydraulikzylinder und Schweißkonsole) zu einem größeren Projekt zu vereinen zu können, bewegte den Preisträger dazu dieses Projekt zu realisieren.

Technische Details:

Eine Besonderheit der Konstruktion des Hydraulikzylinders ist, dass die Hydraulikölzuführung nicht von zwei verschiedenen Seiten stattfinden muss, was mithilfe eines Tauchrohres, welches das Hydrauliköl durch den Kolben in die andere Druckkammer führt, realisiert wurde. Der Aufbau des 3D-Modells erfolgte nach den Vorgaben eines Top-Down-Designs, dessen Ziel es ist, dass man die Konstruktion von einem Ort aus steuern und verändern kann.

Bildmaterial: ©HTL Wiener Neustadt

v.l.n.r.: DI Kurt Wagner, David Strasser (3BHMBA), DI Christian Schwarzinger und Direktorin Mag.arch. Ute Hammel