Kategorie Archiv: Maschinenbau

HTL-Schüler gewinnt Bronzemedaille für junge Ingenieure

Mit seinem Projekt „Tauchrohrhydraulikzylinder mit Schweißkonsole“ erzielte David Strasser, Schüler der 3BHMBA an der HTL Wiener Neustadt, beim „Young Austrian Engineers CAD Contest“ in der Kategorie „Young Experts“ den hervorragenden 3. Platz. Das von DI Christian Schwarzinger betreute Projekt wurde in Form eines ein 3D-Modells eingereicht, ergänzt um fotorealistische Bilder. Auch eine Berechnung, in der sichergestellt worden ist, dass das Werkzeug den auftretenden Belastungen standhält und Fertigungszeichnungen für die anschließende Produktion wurden hergestellt.

Design 4.0

Mithilfe des Zeichenprogramms CREO® erstellte der Nachwuchs-Ingenieur ein 3D-Modell, das Betrachter sich durch die so genannte Augmented Reality auf ihr Handy oder Tablet laden und von allen Seiten betrachten kann. Zusätzliche Animationen sorgen dafür, dass auch Personen ohne technische Vorkenntnisse die Funktion und den Aufbau kennenlernen können. Optisch ansprechende Bilder, welche zum Beispiel als Werbebilder eingesetzt werden können, runden die perfekte Präsentation ab.

Hintergründe zum Projekt

Hydraulikzylinder werden seit 1795 dazu eingesetzt, schwere Lasten zu sich zu ziehen oder um sie wegzudrücken. Dabei können sie viel höhere Kräfte entwickeln als wir Menschen. Diese Besonderheit und die Möglichkeit zwei Schulprojekte (Hydraulikzylinder und Schweißkonsole) zu einem größeren Projekt zu vereinen zu können, bewegte den Preisträger dazu dieses Projekt zu realisieren.

Technische Details:

Eine Besonderheit der Konstruktion des Hydraulikzylinders ist, dass die Hydraulikölzuführung nicht von zwei verschiedenen Seiten stattfinden muss, was mithilfe eines Tauchrohres, welches das Hydrauliköl durch den Kolben in die andere Druckkammer führt, realisiert wurde. Der Aufbau des 3D-Modells erfolgte nach den Vorgaben eines Top-Down-Designs, dessen Ziel es ist, dass man die Konstruktion von einem Ort aus steuern und verändern kann.

Bildmaterial: ©HTL Wiener Neustadt

v.l.n.r.: DI Kurt Wagner, David Strasser (3BHMBA), DI Christian Schwarzinger und Direktorin Mag.arch. Ute Hammel

Internet of Things – Plattform Thingworx

Das Internet of Things (IoT) ermöglicht der Automatisierungstechnik das Sammeln von Sensordaten auf einer digitalen Plattform.

Im Zuge von Industrie 4.0, der 4. Industriellen Revolution, wird vermehrt der Begriff „IoT“ verwendet. An der HTL Wiener Neustadt wird in diesem Zusammenhang mit der Software Thingworx der Firma PTC gearbeitet. Dies ist eine Cloud Lösung und erlaubt die Bereitstellung/Verarbeitung/Speicherung von Sensordaten unabhängig vom Standort der überwachten Automatisierungstechniklösungen. Basis für die Anwendung dieser Technologie sind Kenntnisse über digitale Kommunikation (wie gelangen Sensorwerte in eine Cloud?) und über die Handhabung entsprechender aktueller Software.
Damit ist auch eine Verbindung des Internet of Things (IoT) und Augmented Reality (AR) möglich. Unabhängig vom Ort können Sensorwerte mit der Microsoft HoloLens 2, einem Smartphone oder einem Tablet augmentiert werden. An unserer MSR-Anlage “Pumpenkreislauf” und im Rahmen von Diplomarbeiten können interessierte SchülerInnen ihr Wissen vertieft und neue Methoden weiterentwickeln.

Augmented Reality

Der Konstruktionsübungs- und Laborunterricht wird um das hochaktuelle Thema Augmented Reality (AR) erweitert.

Diese aus Spielen wie „Pokemon GO“ bekannte Technologie wird vermehrt auch in der Industrie eingesetzt. Es werden damit zum Beispiel Bedienungs-, Wartungs- oder Montageanleitungen erstellt oder Sensorwerte von Messeinrichtungen angezeigt, sodass Zeit und Kosten für Schulung und Einarbeitung gespart werden können.
Da derartige Entwicklungen im Rahmen der 4. Industriellen Revolution (Industie 4.0) nicht mehr wegzudenken sind, beschäftigt sich die Abteilung Maschinenbau intensiv mit dieser neuen Technologie. Im Rahmen von Diplomarbeit können sich Schülerinnen und Schüler tiefer in diese Materie einarbeiten. Durch den Ankauf einer Microsoft Hololens 2, ein Anzeigegerät für Augmented Realities auf dem letzten Stand der Technik, wurde ein weiterer wichtiger Stein für die Ausbildung unserer SchülerInnen auf diesem Spezialgebiet gelegt.

IoT-Modellauto

Ausgestattet mit einer Vielzahl an Sensoren findet das neue RC-Car Einzug in den Laborunterricht der Abteilung Maschinenbau.

Das in einem österreichweiten Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgruppe DigiPro von mehreren Maschinenbau-HTL’s entwickelte und gefertigte Modellauto hat es in sich. Es befinden sich Sensoren für Drehzahl, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Abstand, Temperatur und Stromstärke in diesem Fahrzeug, bei dem auch der Spaß beim Experimentieren nicht zu kurz kommt.
Die Sensordaten werden vom Microcontroller mittels Internet an die Internet of Things-Plattform “Thingworx” in Mödling übertragen. Damit ist es möglich den Betriebszustand permanent zu überwachen und zu beobachten. Die Daten können auch an eine Augmented Reality-Umgebung weitergegeben werden. Der so entstandene “digitale Zwilling”, eine virtuelle Kopie des realen Objekts, wir damit “zum Leben erweckt”. Diese Darstellung kann dann entweder mit dem Sartphone oder mit der HoloLens, einer Virtual Reality-Brille von Microsoft, quasi in Echtzeit betrachtet werden.